Der Hovawart
Der Hovawart als Rasse ist noch jung. Sein Name aber leidet sich aus dem
Mittelhochdeutschen Wort „hovewart“ ab – Wächter des Hofs und der Habe.
Bereits im Schwabenspiegel, einem aus dem13. Jahrhundert stammenden Gesetzwerk,
wird der „hovewart“. In der Übersetzung heißt es dort:
„Ein Hund heißt hovewart, der jemandes Haus und Hof Tag und Nacht hütet...“.
Schon damals war er aber lange bekannt; vor 2000 Jahren soll er genauso
Ausgesehen haben wie heute.
Großes aufsehen erregte bei den Hovawartfreunden im Jahre 1954 ein recht gut erhaltener,
im Moor bei Papenburg entdeckter Fund, den das Museum in Oldenburg besitzt.
Zunächst für einen Spitz gehalten, wurde der Papenburger Moorhund dann doch als Vorfahr des Hoawarts identifiziert, dessen Abstammung man damit dann
4000 bis 5000 Jahre zurück verfolgen kann.
Der eigentliche Beginn der Hovawartzucht liegt im Jahre 1922.
Damals schlossen sich einige Züchter in Thale/ Harz zum „Hovawart-Verein für Deutsche
Schutzhunde e.V., Sitz Thale“ zusammen.
Ziel war die Erhaltung bzw. Rekonstruktion des mittelalterlichen Hofhundes, so wie man
sich ihn vorstellte.
Dazu suchte und fand man in abgelegenen Gegenden des Harzes und Odenwaldes sogenannte
„Typhunde“, die diesen Vorstellungen weitgehend entsprachen.
Diese Hunde wurden mit Schäferhunden, Neufundländer und Kuvasz-Hunden in unterschiedlichen Anteilen verpaart. Dazu kamen Linien mit einem Leonberger-Anteil.
1937 wurde der Hovawart als eigenständige Hunderasse offiziell anerkannt.
Nach dem 2. Weltkrieg war der Bestand der Zuchttiere stark zurückgegangen.
Die Züchter begannen - zunächst vereinzelt und auf sich allein gestellt - ,
die Zucht weiterzuführen und schlossen sich erst im Laufe der Zeit in eigenen Landesgruppen
zusammen. So entstanden je nach Region unterschiedliche Hovawarttypen.
1948 gründete sich im Bundesgebiet der „Rassezuchtverein für Hovawart-Hund e.V.“ (RZV)
mit seinen einzelnen Landesgruppen, der dann Mitglied des VDH (Verband für das
Deutsche Hundewesen ) wurde.